Buchrezension 3

Buchrezension – Unternehmensnachfolgen strategisch angehen (Quelle: amazon.de)

Von Ossola-Haring am 7. Januar 2015

Geradezu regelmäßig in den letzten zwei Jahrzehnte sind die Unternehmensnachfolge und vor allem das Fehlen qualifizierter und williger Unternehmens- oder Unternehmernachfolger Themen in Medien, Vorträgen, Workshops …

Nach einer Studie des Instituts für Mittelstandsforschung (ifm) Bonn strebt die Mehrheit der Übergeber für den Fall ihres Rückzugs aus dem Unternehmen eine familieninterne Nachfolge an, wobei das Unternehmen am häufigsten an einen Sohn übergehen soll. Fast ein Drittel der Übertragungen erfolgen an externe Führungskräfte, andere Unternehmen oder andere Interessenten von außerhalb (unternehmensexterne Lösungen). Etwa 17 Prozent der Familienunternehmen übertragen das Unternehmen an Mitarbeiter (unternehmensintern). Dieser Wunsch stößt aber häufig auf wenig Gegenliebe – und zwar nicht nur aus der Tatsache heraus, dass viele „ausgeguckte“ familiäre Nachfolger ganz andere, eigene Zukunftspläne haben.

Albert Walter Huber hat sich an die absolut lobenswerte – und nötige! – Arbeit gemacht, einen Leitfaden für Klein- und Mittelunternehmen zu erstellen.

Gar nicht genug kann die Tatsache hervorgehoben werden, dass Huber erstens den Blick über den (deutschen) Tellerrand hinaus auch ins deutschsprachige Ausland unternimmt, vor allem aber auch, dass er die Unternehmensübergabe und -übernahme strategisch ausleuchtet, Businesspläne aus beiden Blickwinkeln sowie Durchführung und Transformation beschreibt. Anders ausgedrückt: Er widersteht in wohltuender Weise der Versuchung, Unternehmensübergabe und -übernahme auf steuerliche Optimierungen oder Kreditrating-Überlegungen zu reduzieren.

Man sollte das Buch nicht nur gelesen, sondern auch durchgearbeitet haben – am besten vor der Übergabe oder Übernahme.